Daniela Nadler

Klassiker auf der Couch

Das „kleine Schwarze“ ist ein Allrounder.

Es wird für dich da sein, bis es irgendwann auseinanderfällt.

Grundsätzlich kann es von überall her sein. Auch ein günstiges Kleid kann „das perfekte kleine Schwarze“ sein.
Häufig findet man das perfekt kleine Schwarze, wenn man gar nicht danach sucht. Zieht man dagegen durch die Läden, um sich das „perfekte kleine Schwarze“ zuzulegen, sucht man meist vergebens.
Zu meinem ersten „kleinen Schwarzen“ bin ich auch durch Zufall und eine Bekannte gekommen, die es aus dem Schlussverkauf – eigentlich für meine Mutter – mitgebracht hat.
Brauchst du eines und findest es nicht hilft ein Maßschneider – natürlich – gerne weiter. Ich stehe gerne zur Verfügung ?
Egal was es kostet, es ist die Investition wert – vor allem wenn es auf Maß gefertigt wird. Der Preis ist bedeutungslos, er lässt sich immer durch folgende Regeln der Modemathematik rechtfertigen:

Kosten geteilt durch die Male, die das Teil getragen wird, ergibt unschätzbar wertvoll.

 

Achte auf folgendes:
  • Nimm das beste Material, das du finden kannst. Hier gibt es Unterschiede, es kommt aber auch auf deine eigenen Anforderungen an das Kleid an, welches Material du wählst.
  • Auf keinen Fall ein zu Enges oder ein zu Glänzendes wählen!
  • Betone deine Vorzüge.
  • Betrachte das „kleine Schwarze“ als ein Stück leere Leinwand statt als sichere Option und du kannst dich jedes Mal, wenn du hineinschlüpfst neu erfinden. Die Details und die Accessoires sind entscheidend für den Look.
  • Du solltest darin tanzen können.
  • Ein Klassiker ist ein Klassiker, wer das nicht versteht ist selber schuld. Ignoriere den Vorwurf, auf Nummer sicher zu gehen.
  • Es heißt, ein „kleines Schwarzes“ reicht. Mindestens zwei sind aber besser.
Schwarze Kleider gibt es seit Hunderten von Jahren, allerdings als praktische und ernste Angelegenheit. Heute ist „das kleine Schwarze“ ein Ausdruck von Macht und Sinnlichkeit.
Die Frauen hatten schon lange vor 1926 schwarze Kleider, allerdings war das schwarze Kleid vor den 20er Jahren kein modisches Statement, sondern wurde aus praktischen Gründen getragen oder weil man in Trauer war.
Mme. Chanel gab ihm den Spitznamen „das kleine Schwarze“. Er fiel, als sie Elsa Schiaparelli kritisierte „Scheherazade ist einfach, das kleine Schwarze ist schwer.“
Spätestens 1961 wurde es dann durch Audrey Hepburn in „Frühstück bei Tiffany“ zum Klassiker.

(Quelle: Nina Garcia: „Der perfekte Kleiderschrank – Die 100 Style-Klassiker, die jede Frau braucht“; Mosaik-Verlag 2011)

Das Etuikleid

ist ein schmales, gerades, knieumspielendes Kleid mit oder ohne Ärmel. Es ist die Leinwand für verschiedene Accessoires und kann in den unterschiedlichsten Varianten getragen werden.
Auch wenn ich der Meinung bin, dass es nicht unbedingt schwarz sein muss – Dunkelblau, Anthrazit und auch Kaffeebraun und ein Schwarz-Grün sind schöne Alternativen in dunklen, gedeckten und zeitlosen Farben – ein schlichtes einfarbiges Etuikleid sollte in keiner Garderobe fehlen.
Jede Frau sollte mindestens eines haben.

 

Ein Kleid – Verschiedene Stile

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