Daniela Nadler

Stilfragen – Endlich Ordnung im Kleiderschrank!

Das Thema „praktische Grundgarderobe“ beschäftigt mich ja schon einige Zeit. Dazu gehört auch regelmäßiges Aufräumen und Ausmisten. Und der Schrank möchte auch gelegentlich mal gereinigt werden, damit keine ungeliebten Untermieter darin auftauchen.

Ostern ist eine super Gelegenheit zum Frühjahrsputz und um neue Ordnung zu schaffen – auch im Kleiderschrank und überall anders, wo Bekleidung und Accessoires zu finden sind.

Da Ostern immer ein paar Tage Leerlauf sind, nutze ich diese gerne für solche Vorhaben. Und danach fühle ich mich immer erleichtert, weil wieder Ordnung in einem Teil meines Lebens ist. Ein tolles Gefühl!

 

Für mich ist die Frage

„Wie verbringe ich morgens weniger Zeit vor dem Kleiderschrank?“

durchaus ausschlaggebendes Kriterium.

Ich habe mir schon vor einiger Zeit überlegt, was ich im Alltag gerne tragen möchte. Meine Grundgarderobe wächst nach und nach – da ich vieles selber nähe und da das ein wenig mehr Zeit benötigt, als einfach in einen Laden zu gehen.

Ich bin anspruchsvoll, denn die Sachen sollen mir passen, ich möchte mich bewegen können und die entsprechenden Materialien und eine gute Verarbeitung haben. Die Sachen sollen schließlich ein paar Jahre halten und gut aussehen.

Dafür beachte ich auch
  • meine Sachen auf stabile, formgebende Kleiderbügel zu hängen, die die Schultern in Jacken ausfüllen und die Sachen nicht zu sehr zu quetschen, damit sie nicht unnötig knittern.
  • Gegen Mottenfraß lege ich Seifenstücke, Zedernholzstücke und Lavendelsäckchen in meinen Schrank.
  • Ich putze und fette meine Lederschuhe und -Accessoires regelmäßig, damit das Material geschmeidig bleibt, ziehe Schuhe auf Schuhspanner, damit sie nicht verformen, lasse Ledergürtel gelegentlich aushängen (ich gebe zu da bin ich meist etwas bequem),
  • Bringe Schuhe rechtzeitig zur Reparatur, bevor sie ganz kaputt sind.
  • Und Repariere kleine Dinge, wie aufgegangene Nähte usw. an meiner Bekleidung.

 

Eine Grundgarderobe aufzubauen fängt mit Aufräumen und Bestandsaufnahme an.

Damit kannst du also jetzt den ersten Schritt dahin mit dem Frühjahrsputz verbinden.

 

Es ist hilfreich deine ganz persönlichen Gegebenheiten – Körpergröße, – bau, Knochenbau, den Farbtyp und die eigenen Lebensumstände – bei der Zusammenstellung einer Grundgarderobe zu kennen und zu berücksichtigen.

Dabei hilft eine Farb- und Stilberatung.

 

Zu wissen, welche Mode einem steht, oder sich zumindest elementare Modekenntnisse anzueignen, ist das bewährteste Mittel, um Geld und Zeit zu sparen.

Gewisse Modekenntnisse kann jede Frau erwerben. Wenn Du dir jeden Frühling und Herbst ein paar der tonangebenden Modemagazine kaufst und diese Hefte von A bis Z konzentriert studierst, kannst Du doppelt so viel Geld sparen wie durch Sonderangebote.

 

Nach dem Ordnen und Entrümpeln geht es mit den Basics weiter.

Jede Garderobe braucht erstmal Basics – Darauf baut alles andere auf.

Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, Geduld erfordert und seine Zeit braucht.

Ich bin immer noch dabei.

 

Du brauchst tolle Stücke, die zu dir passen. Von der Farbe her und auch vom Schnitt.

Hier gilt: Immer wieder Aussortieren und Ergänzen!

Lege Wert auf eine solide Grundausstattung.

Achte auf die Grundregeln einer ökonomisch zusammengestellten Garderobe (siehe „Stilvoll Sparen – Mit Chic und Charme durch schwere Zeiten“ von Marjorie Hillis):

  • Basics alle in einer dezenten, dunklen, praktischen Farbe, z. B. Dunkelblau, Dunkelgrau, Blau, Schwarz oder Dunkelbraun. Um die Basics baut sich alles andere auf. Hosen, Röcke, Kostüme, Hosenanzüge, einige Jacken und ein klassischer Mantel bilden einen eleganten, gepflegten, unauffälligen Hintergrund ohne modischen Firlefanz, damit Du sie auch in drei oder fünf Jahren noch tragen kannst. Auch Hüte, Schuhe, Taschen (zumindest einige davon, falls Du mehrere besitzt) und die meisten Kleider sollten denselben unaufdringlichen Grundton besitzen. Dadurch lässt sich alles miteinander kombinieren.
  • Blusen, Pullover, Jacken, Schals, Schmuck und andere Accessoires verleihen deinem Outfit dann Glanz und Farbe.
  • Konzentriere dich auf Kleidungsstücke, die du zu vielen Gelegenheiten, das ganze Jahr über anziehen kannst. Durch verschiedene Accessoires und geschicktes Kombinieren kannst du diese immer wieder anders stylen. – Das schlichte Etuikleid oder das kleine Schwarze geht zu vielen Anlässen und Gelegenheiten.
  • Ein preisgünstiges Kleid mit guten Accessoires, macht mehr her als ein teures Kleid mit billigen Accessoires. (Aber natürlich hat auch Modeschmuck seinen Reiz.)Accessoires können ein schönes Outfit zu einem umwerfenden machen. Darum macht es Sinn Accessoires zu sammeln.
  • Jede Garderobe, zu der nicht mindestens ein Kleid gehört, in dem Du dich ausgesprochen schön und elegant fühlst, kann man vergessen.Hast du so ein Super-Kleid nicht, lass dir doch eins schneidern!
  • Plane deine Einkäufe!
  • Spare nicht bei der Qualität der Unterwäsche und gönne dir auch gute und schöne Dessous. Gut, weil deine gesamte Garderobe darauf aufbaut. Schön, weil du sich darin attraktiv fühlst – unterschätze diese Wirkung nicht. Unterwäsche und Dessous müssen perfekt sitzen. Sind sie zu eng und kneifen entstehen Fettwülste und damit seltsame Konturen unter der Kleidung.
  • Lass deine Sachen anpassen.
  • Pflege deine Kleidung. Am allermeisten sparen Leute, die es schaffen, Kleidungsstücke so pfleglich zu behandeln, dass sie auch nach Jahren noch wie neu aussehen.

 

 

Das ist die Übersicht von meiner geplanten Grundgardrobe – auch wenn da sicherlich noch das ein oder andere Teil dazukommt 😉

(Eine Liste findest du im Beitrag vom 08.03.2018)

Auf diese gezeigten Basics arbeite ich hin – sie sind sozusagen in der Warteschleife, bzw. liegen schon neben der Nähmaschine.

 

Meine Erfahrungen:

Ich habe mich ja bereits letztes Jahr aufgemacht, meine Garderobe auf das Nötigste zu reduzieren. Leider muss ich zugeben, dass ich einige Vielleicht-Teile nicht getragen und auch nicht entsorgt habe, weil mein Kleiderschrank eh schon nicht so voll ist wie bei anderen und ich es einfach noch nicht geschafft habe sie zu entsorgen. Und damit meine ich, dass ich es sowohl zeitmäßig nicht geschafft habe, wie auch es einfach nicht über das Herz bringen konnte sie zu entsorgen, als sie zu Vielleicht-Teilen geworden sind, bei denen ich eigentlich schon wusste, dass ich sie nicht mehr trage. In mir steckt halt ein innerer Hamster, der gerne auch mal etwas mehr als nötig hat. Damit bin ich in bester Gesellschaft.

Hier mein Haufen von Vielleicht-Teilen:

Ich habe es ja schon weitgehend geschafft meine Garderobe auf Teile zu beschränken, die ich auch wirklich regelmäßig trage. Aber auch ich habe meine Schrankleichen – die liegen halt leider nur auf dem Änderungsstapel, weil ich nicht dazu komme sie zu ändern – oder einfach keine Lust dazu habe. (Als Schneiderin bringe ich meine Sachen natürlich nicht zum Änderungsschneider, auch wenn ich sonst keine Änderungen mache, aber es wäre vielleicht ökonomischer als sie ewig liegen zu lassen. Leider modifiziere ich die Sachen eher als sie zu ändern, z. B. Rundhals-T-Shirts, wo mir der Ausschnitt zu eng ist.)

Ich bin auf dem Weg zur ökonomischen Grundgarderobe und dazu gehört es halt immer wieder auszusortieren und zu ersetzen.

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