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„Welche Farben stehen mir?“ beginnt mit der Frage: „Bist du warm oder kühl?“
Die Einordnung in warm vs. kühl ist der primäre Ordnungsfaktor in der Farbberatung. Sie entscheidet, ob eine Farbe an dir harmonisch oder störend wirkt.
Kontraste nehmen wir stärker wahr als Harmonien. Darum wirken harmonische Farben für das Auge entlastend und ruhig.
Die Einordnung von Farben in warme und kühle Bereiche schafft damit die erste Klarheit im Farbdschungel.
In diesem Artikel erfährst du:
wie du die Farbtemperatur einer Farbe erkennst,
warum jede Farbfamilie warme + kühle Varianten hat
und weshalb diese Unterscheidung das Fundament der Farbanalyse und deines Farbtyps ist.
Warm und kühl beschreiben vor allem die Farbwirkung – also, wie wir eine Farbe empfinden.
Diese Wahrnehmung ist bei Menschen sehr ähnlich, auch ohne Kenntnisse der Farbtheorie.
Im Farbkreis lassen sich Farben deshalb grob in warme und kühle Bereiche einteilen:
Warmer Bereich: Gelb → Orange → Rot
Kühler Bereich: Blau → Violett → Grün
Bei Grün und Rot liegen jeweils die Übergänge zwischen warm und kühl.
Genau dort wird es besonders spannend.

Er zeigt dir sofort, ob eine Farbe näher bei Gelb (warm) oder Blau (kühl) liegt.
Um die Farbtemperatur zu erkennen, schau in den Farbkreis und frag dich:
Wo liegt deine Farbnuance in ihrer Farbfamilie?
Damit hast du ihr Mischverhältnis – und das sagt dir, ob die Farbe kühler oder wärmer ist.
Der Farbkreis ist damit kein Schulwissen, sondern ein Werkzeug zur Einordnung von Farbwirkung.
Auch digitale Farbspektren (wie in Grafikprogrammen) sind prima zum Orientieren, denn sie bilden das gleiche Prinzip ab, wie Farbkreise.

Blau ist nicht gleich kühl. Gelb ist nicht immer warm.

Das ist entscheidend für deinen Alltag und deine Kleiderwahl.
Jede Farbfamilie enthält sowohl wärmere als auch kühlere Bereiche.
Farben wirken kühler, wenn sie im Farbkreis näher am Blau liegen,
und wärmer, wenn sie sich in Richtung Gelb verschieben.
Merktipp:
Farben wirken:
näher an Gelb = wärmer.
näher an Blau = kühler.
Jede Farbe wird durch Beimischung von Blau kühler – und durch Beimischung von Gelb wärmer.
Und auch durch Mischen mit Schwarz oder Weiß verändern sich die Farbwirkungen.
Besonders gut zeigt sich das an Übergangsfarben: Rot und Grün.
Sie werden manchmal auch als „neutrale“ oder „laue“ Farben bezeichnet. Durch Mischen mit Blau werden sie eindeutig kühler, durch Gelb spürbar wärmer in ihrer Wirkung.
Auch scheinbar neutrale Farben tragen immer einen feinen Unterton – gelblich oder bläulich. Damit sind auch sie eher warm oder eher kühl.

Vergleichen statt merken.
1️⃣ Nimm eine eindeutige, ähnliche Bezugsfarbe, deren Temperatur du kennst – eindeutig warm oder kühl.
2️⃣ Ordne deine Farbe im Farbkreis ein.
So erhältst du zwei Orientierungspunkte:
die Nachbarfarben im Farbkreis und
deine Vergleichsfarbe.
3️⃣ Vergleiche deine Farbe:
Wirkt sie gelblicher oder bläulicher als die Vergleichsfarbe?
Wo liegt sie im Spektrum ihrer Farbfamilie im Farbkreis – näher am Gelb oder näher am Blau (relativ zum Platz der Farbfamilie im Farbkreis)?
Wichtig für dich und deine Wirkung:
Teste die Wirkung der Farbe in deinem Gesicht. Denn dort zeigt sich, ob eine Farbe harmonisch wirkt oder stört.
Farbtypen werden zuerst in warme und kühle Typen unterschieden.
Betrachtest du nur einzelne Merkmale – wie es in vielen Tests üblich ist – bleibt die Farbtemperatur deiner gesamten Erscheinung außen vor.
Darum führen solche Tests häufig zu keiner stimmigen Einordnung (es sei denn, dein Farbtyp ist sehr eindeutig – was selten vorkommt).
Geh Schritt für Schritt vor:
Beginne Farbwirkung zu verstehen.
Bestimme deine Farbtemperatur (warm/kühl).
Übe und beobachte die Wirkung – nicht nur „schön“, sondern harmonisch
Möchtest du deine Farben selbst herausfinden, zeige ich dir in meinem Buch
„Entdecke deinen Farbtyp – Wie du die Farben findest, die dir stehen“
Schritt für Schritt, wie du eine Farbanalyse selbst durchführen kannst.
▶ Mehr zum Buch erfährst du hier:
https://stil-werkstatt.daniela-nadler.de/farbtyp-erkennen-buch
In Kürze: Um die Farbtemperatur einer Farbe zu erkennen, vergleichst du Farben miteinander und orientierst dich am Farbkreis.
Diese erste Ordnung schafft Klarheit – und bildet die Grundlage für deinen gesamten Farbtyp.
Nicht Auswendiglernen hilft,
sondern das Verstehen des Farbspektrums.
Wichtig ist:
In jeder Farbfamilie gibt es wärmere und kühlere Farbnuancen.
Möchtest du mehr über Farben und die Entwicklung deines Stils erfahren, lies auch:
▶ „Wie Farbanalyse funktioniert“:
▶ „Die 3 Farbaspekte für die Qualität von Farben“:
▶ „Wie du die 4 klassischen Farbtypen und die 3 Farbaspekte für deinen Stil erkennst“ (Temperatur, Helligkeit, Leuchtkraft):
https://www.daniela-nadler.de/klassische-farbtypen-farbaspekte
Weitere Artikel zu einzelnen Farbfamilien:
▶ Zu den warmen und kühlen Nuancen einzelner Farbfamilien
Erscheinen nach und nach weitere vertiefende Artikel.
Hier geht es zur Kategorie: „Farbwirkung & Du“
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